Geringe Risikoeinschätzung trotz wachsender Bedrohung
Innenminister Herbert Reul eröffnete das Spitzengespräch mit einer Einordnung der Cybersicherheitslage in Nordrhein-Westfalen. Dabei wurde auch unsere aktuelle Studie aufgegriffen, die wir gemeinsam mit der G DATA CyberDefense veröffentlicht haben. Die Ergebnisse verdeutlichen u.a., dass reale Betroffenheit und eigene Risikoeinschätzung in Unternehmen weiterhin auseinandergehen. Darüber hinaus sensibilisierte Reul dafür, dass koordinierte Angriffe gegen europäische Ziele zunehmen. Umso wichtiger sei es, in eine echte Sicherheitsgemeinschaft hineinzuwachsen, in der Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden eng zusammenarbeiten.
Neues Bildungsformat gegen Desinformation
Erstmals stand beim Spitzengespräch auch das Thema Desinformation auf der Tagesordnung. Die Landesregierung lässt im Rahmen ihres Aktionsplans gegen Desinformation ein Bildungsformat für kleine und mittlere Unternehmen entwickeln. Das Angebot soll Betriebe dabei unterstützen, ihre Beschäftigten gezielt gegen Desinformation zu schulen, die zunehmend auch als Einfallstor für Cyberangriffe genutzt wird.
Anti-Ransomware-Initiative angekündigt
Als weiteres Vorhaben stellte unser Sprecher der Geschäftsführung Sebastian Barchnicki unsere Anti-Ransomware-Initiative vor, die wir gemeinsam mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW) entwickeln. Das Ziel: Unternehmen ein Angebot bieten, das konkrete Orientierung für die Prävention und den Umgang mit Ransomware-Angriffen gibt. Die Initiative befindet sich aktuell in Planung und wird Unternehmen künftig dabei unterstützen, sich besser gegen Cybererpressung wappnen zu können.
Fortschritte der Initiative „Wirtschaft.Digital.Sicher NRW“
Besprochen wurde auch der Fortschritt der Initiative „Wirtschaft.Digital.Sicher NRW", die weiterhin konkrete Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Sicherheit in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft bündelt. Gerade angesichts der wachsenden Bedrohungslage bleibt dieses gemeinsame Vorgehen von Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Das 10. Spitzengespräch wird im November dieses Jahres stattfinden.












